Es ist doch immer wieder das gleiche… Bisher jedes Buch über spirituelle Praktiken und sonstiges das ich mir zu Gemüte führte, führte spätestens ab der Mitte des Buches zu einem tiefen Seufzer und dem Wunsch nach einem “Buch Aber”.
Selbst wer anfangs locker flockig schreibt ergötzt sich (und dadurch mit Sicherheit nicht mich) nach der Hälfte des Textes an Dogmen, behauptet aber frech völlig undogmatisch seinen Weg gefunden zu haben und zu gehen. Ja wollte ihr mich denn verhohnepiepeln oder was?
Am Anfang des Buchs quer durch’s religiöse (und nicht-religiöse) Beet und dann fangen wir an zu jäten? Plötzlich, ab Mitte des Buchs kann man seinen Weg nur finden wenn man einer jeweiligen Kategorie in vollem Umfang entspricht?
Ich weiß schon, warum ich derlei Bücher zwar interessehalber lese mich aber in keinster Weise daran halte.
Ab sofort werde ich bevor ich ein Buch kaufe nicht am Anfang sondern in der Mitte nachschlagen ob sich das überhaupt lohnt. Dogmen kann ich mir auch aus Fimo basteln und im Backofen brennen.
Meine Entspannungstechnik vor der Meditation/Trance: launeabhängig. Mal einfach locker hinsetzen oder -legen und abwarten, mal tanzen, mal schreiben.
Meine Meditationstechnik: bewußt die Wesen um mich spüren, bewußt mich spüren, in mich hinein spüren, loslassen, mich treiben lassen wie auf einer Luftmatratze im Wasser, fühlen statt denken (denken kommt später von selbst).
Meine Meditations-Musik: mal Death Metal, mal Sphärenklänge, mal Ethnisches, mal Wind in den Bäumen vorm Fenster, mal mein Atem.
Mein Mantra: “Komm, Süsser. Laß uns spazieren gehen.”
Hat bisher immer geklappt.
Das eigentliche Problem ist, daß Mensch sehr gut weiß wie er sich entspannen und wie er meditieren kann. Da dieses Wissen aber nicht im Kopf begraben liegt sondern im Inneren Wesen lebt, findet er es wohl nicht auf Anhieb. Man ist ja so erwachsen und vernunftbegabt… So sehr, daß man sich das Wichtigste wegnimmt, nämlich die Freiheit Spielkind sein zu dürfen. Spielkinder finden ihren Weg immer. Und wenn Spielkinder stolpern, stehen sie wieder auf und reinigen die Wunde mit Spucke. Sie brauchen keine Schutzmechanismen weil das eigene Wesen der beste Schutzmechanismus überhaupt ist. Sie brauchen keine Heiler, weil sie sich selbst heilen (wenn’s sein muß, wie oben erwähnt, mit Spucke). Sie weinen nicht über vergossene Milch sondern schenken sich einen neuen Becher voll. Sie meinen nicht Vorschriften einhalten zu müssen wenn sie zu Gott wollen. Der nimmt Kinder auch wenn sie so zu ihm kommen wie sie gerade sind… dreckig vom spielen, mit aufgeschlagenen Knien und laufender Nase.
Das Höhere Selbst, nach dem so viele suchen lässt sich ganz leicht finden. Brauchst nur sagen: “Komm, geh auch mit spazieren.” Völlig ohne Ernst, bitte. Mit Spaß und Freude!









dazugeklappert