Ich habe mehrfach jemanden “besucht”, der Morgan heißt. Ich wurde dorthin “gerufen”. Mit meinem “anderen” Namen wurde ich gerufen… Ich weiß nicht, ob er selbst mich ruft oder jemand anders.
Morgan hat einen vollen Schreibtisch und an der Wand rechts davon Regale mit vielen Büchern und anderen Dingen. Er hat einen Drehstuhl und erledigt seine Arbeit am Schreibtisch anscheinend vorzugsweise im Kimono.
Direkt vor dem Schreibtisch ist ein Fenster mit weißem Rahmen. Man blickt in einen Garten oder ähnliches mit Nadelhölzern. Der Blickhöhe nach zu urteilen hat das Haus wahrscheinlich keinen Keller. Der Ein-Ausgang des Raumes ist, wenn man mit dem Rücken zum Fenster steht, links vorne. Man geht eine Stufe hoch in den nächsten Raum. Neben der Stufe steht (an der Wand gegenüber dem Schreibtisch) ein dunkler, alter Schrank mit einer Glastür.
Der nächste Raum ist ein Wohnzimmer. Offener Baustil. Rechts neben der Bürotür geht eine offene Holztreppe (gerade, nicht Wendeltreppe) nach oben. Die oberen Räume kenne ich nicht. Direkt neben dem Treppenaufgang steht an der Wand ein dunkles Ledersofa mit einem niederen Tisch davor. Links neben dem Sofa geht es (ohne Tür) in einen weiteren Raum.
Alle Wände sind weiß.
Morgan hat dunkle Augen und lange, schwarze Haare. Er scheint ca. 30 Jahre alt zu sein. Er hat ein hübsches, leicht androgyn anmutendes Gesicht und schlanke Hände und Finger.
Er ist offenbar alleinstehend und trifft sich oft mit 3 Freunden in einer Art Lounge. Hell, große Glasfront. Auch dorthin wurde ich schon gerufen.
Und ich weiß, daß er mich als eine Art Geist erlebt.

Gefühle: ich habe ein paar Mal ein Gefühl des “Nach-vorne-Rutschens”. Vibrationen im ganzen Körper und außerhalb (stark). Hitze an Händen und Gesicht.
Sichtweise: teilweise die übliche Sicht, aber teilweise auch anders: als ob ich von einem Punkt oberhalb meines Kopfes aus sehen würde – als ob die Augen über dem Kopf säßen.
Zwischendurch habe ich zwei Mal den Eindruck, daß ich nur Dunkel vor den Augen habe, oberhalb der Augenbrauen aber mit irgendetwas anderem als den Augen einen blauen Himmel sehe, mit etwas Fliegendem (Vögel?)
Gesehenes:
- etwas Rundes, wie eine dicke Hummel fliegt von links nach rechts vor dem Wohnzimmerschrank. Ich sehe den Schrank dahinter deutlich und auch die Pflanzenteile, die “im Weg” sind.
- eine kurzhaarige, blonde, mollige Frau im Mantel, die einen Einkaufskorb trägt.
- eine Frau mit hellen langen Haaren und ein Mann mit kurzen dunklen Haaren. Beide tragen Mäntel (hell). Die Frau holt einen Schlüssel aus der Manteltasche und schließt die Tür auf (Ich sehe diese Szene von INNEN durch die Tür hindurch). Beide treten ein, die Frau zuerst. Sie hängt den Schlüssel an ein Schlüsselboard. Beide ziehen die Mäntel aus.
- eine große Familie am Tisch beim Essen.
- Ein Raum, den ich schon kenne: schräge Fensterfronten ringsum. Ein länglicher Raum. Tische und Stühle. Hier habe ich Morgan schon besucht (er war mit drei Anderen dort).
- Ich stehe in einem sehr langen und breiten Gang. Alles ist goldfarben, auch der Boden. An den Wänden sind erhabene Vierecke, wie Bilderrahmen. Entweder bewegt sich das Ende des Ganges auf mich zu oder ich stehe auf einer Art Laufband, denn ich laufe nicht, nähere mich aber dem Ende des Ganges. Aus ein paar der Rahmen an den Wänden recken sich mir Gesichter entgegen. Am Ende des Ganges steht eine Art Steinblock in der Mitte. Genaueres kann ich nicht erkennen.

Ich liege auf der Couch. Ohne Musik. Seltsam, normalerweise habe ich immer entweder CD laufen oder iPod angestöpselt.
Dieses Mal nicht.
Ich lag da und da waren sie wieder, diese seltsamen Gefühle, die ich jetzt schon seit Wochen bei jeder “Reise” habe. Als ob ich aus mehreren Körpern bestünde. Mal hier mal da. Oder als ob der eine Körper schaukelt und ich jede Station der Schaukelbewegung einzeln und doch gleichzeitig spüre.
Der Begriff “Phasenverschiebung” kommt mir in den Sinn.
Nach einer (längeren) Weile hört das Schaukeln auf und ich höre ein Summen, ein Surren. Nicht ganz so hoch wie das Geräusch einer Stechmücke, nicht ganz so tief wie das Geräusch einer Hummel. Das Geräusch bewegt sich um mich herum, als ob etwas mich umschwirren würde.
Und dann… berührt etwas mein Ohr. Es fühlt sich an wie ein Schnütchen…
Ich sah sieben Personen, die mit geschlossenen Augen im Kreis standen. Alle sieben fassten sich gegenseitig am linken Handgelenk, die Arme schienen sich zu verknoten. Ich war eine dieser Personen. Die anderen sah ich als Schattengestalten. Ich sah auch die Begleiter aller Anwesenden. Und die waren äußerst unterschiedlicher Natur. Sie nahmen den gleichen Platz ein wie die Schattengestalten, aber ich erkannte trotzdem beide Formen.
Seit ein paar Monaten “versinke” ich sehr schnell. Keine lange Entspannungszeit nötig. Auch an diesem Abend ist das so. Ich spüre wieder,wie diese Welle auf mich trifft und registriere im gleichen Moment, daß nicht die Welle auf mich trifft, sondern daß ich auf eine Wand treffe. Eine Wand, die nur aus einer dünnen Haut zu bestehen scheint. Ich “sehe” einen dunklen, leeren Raum um mich herum. Ich beschließe, weiter zu gehen, auf die mir gegenüber liegende Wand zu. Ich trete durch dieses hautartige Etwas hindurch und habe das Gefühl, als sei die Luft dahinter dichter. Als ob man in ein Tropenhaus geht. Nur nicht so heiß.
Mein Begleiter sagt: “Von sieben Versuchen bist du der einzige, der perfekt ist.”
Ich blicke von schräg oben auf eine Landschaft, in deren Mitte ein gelber Sandweg verläuft, von Pappelartigen Bäumen umsäumt. Weiter hinten liegt ein dichter Wald. Ich scheine auf den Wald zuzuschweben.
Dann bin ich an einem Ort, den ich aus einer Vision schon kenne. Eine Wiese, auf der verstreut Steinbrocken herumliegen. Ein runder Sandplatz.
Plötzlich stehe ich meinem Begleiter gegenüber auf diesem Sandplatz. Ich sehe, wie sich die Wiese um uns herum mit großen Gestalten füllt. Ich nehme sie als graue Schatten mit erkennbaren Gesichtszügen wahr.
Die Haut meines Begleiters sieht dunkler aus als ich vorher wahrgenommen hatte. Fast wie Milchschokolade. Er sagt mir, er würde seit meiner Erschaffung auf mich warten und hoffen, daß ich ihn finde. Wir umarmen uns und unsere Körper scheinen sich ineinander aufzulösen. Er sagt: “Jetzt sind wir Fünf.”
In mir ist der Gedanke “Aus Zweien wurde Einer und aus Vieren Fünf.” Und es scheint mir, als ob das Sinn macht.
Mittags sitze ich auf dem Balkon, rauche und denke wieder an die “Welle” vom Vortag. Ich schließe die Augen, den Gedanken noch im Kopf und spüre sie erneut.
Ich probiere das noch ein paar Mal aus und jedes Mal ist es wieder das Gleiche. Als ob eine Schallwelle, eine Druckwelle mich treffen würde.
Die “Reise” an sich ist eher im üblichen Rahmen. Aber da ist etwas anderes. Kaum habe ich die Augen geschlossen, habe ich am ganzen vorderen Körper und Gesicht ein Gefühl, als ob eine Welle mich treffen würde.
Ich sehe Augen als Negativbild. Dann das Gesicht bis zum Mund, auch negativ.
Lange, wehende Haare.
Lichtblitze.
Dann sanftes, vanillefarbenes Licht ohne Bewegung.
Dann scheine ich zu “taumeln”. Eine seltsame Bewegung. Ein schräges Vornüberkippen. Dann sehe ich “Planeten”, keine zwei gleichen. Aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur. Mein Weg führt mich wie an einer zweiten Schnur entlang knapp über die “Planeten” hinweg.
Vor mir ist ein kurzer Tunnel mit Lichtstreifen wie die Ringe einer Konservendose. Ich verlasse den Tunnel und “segle” über Brachland (sehr kurz).
Bin wieder “zurück”. Und sehe Meer. Meer soweit das Auge reicht. Hellblau. Sanft gekräuselt. Irgendetwas mittendrin lenkt meine Aufmerksamkeit auf sich. Das Objekt kommt näher und entpuppt sich als gelb gestrichener, vierkantiger Holzbalken, der aus dem Wasser ragt (ca. einen halben Meter) und auf dessen Spitze schräg ein umgekehrter hellroter Trichter sitzt. Wie ein halboffener Deckel.
Dann sehe ich ein mir unbekanntes weibliches Gesicht mit sanften Zügen.
Danach das Gesicht meines Begleiters.
Während der ganzen Medi folgende körperlichen Eindrücke: immer wieder ein kühles “Anpusten” an der Stirn und an den Lippen. Immer wieder ein Kitzeln oder leichtes Streicheln an der Wange. Ein “Arm” liegt während fast der ganzen Zeit von rechts über meinen rechten Oberarm und knapp unter meinem Hals entlang. Immer wieder fühlt es sich an als ob jemand Haarsträhnen aus meinem Gesicht streichen würde.
Zuerst sehe ich nur Licht und Farben.
Dann bin ich in einem Raum mit metallenen Wänden. Auf diesen Wänden Rahmen, auch aus Metall und in diesen Rahmen erhabene Rauten und Quadrate.
Schrifttafeln aus Metall.
Eine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger zeigt auf ein Symbol, das dem griechischen Alpha ähnelt.
Pause. Licht und Farben.
Ich sehe mein eigenes Gesicht. Ich sehe von oben herab und mein Gesicht wendet sich mir zu.
Dann sehe ich zwei Pyramiden, die im Nichts schweben. Sie bewegen sich mit den Spitzen voran aufeinander zu und scheinen sich ineinander zu schieben.
Schwarz.
Wald. Ein Holzhaus mitten im Wald.
Schwarz.
Eine Gestalt wie eine aztekische Gottheit, mit goldener Maske und goldenem… na, nennen wir es mal “Kopfputz”…
Abends sortiere ich die Bilder auf meinem Notebook und trete plötzlich weg… einfach so. Zum ersten Mal passiert mir das einfach so…
Ich sehe eine Pyramide. Eine die oben nicht spitz zuläuft sondern abgeflacht ist. Und eine zweite Pyramide steht umgekehrt darauf, als ob die untere nach oben gespiegelt würde. Sieht als Gesamtbild fast wie eine eckige Sanduhr aus.
Ich bin plötzlich im Inneren der oberen Pyramide (das sagt zumindest die Form der Wände). Vor mir vier Wesen, die ich nur spüre, nicht sehe. Hinter ihnen ein großes, weißes Licht, das wie durch Nebel scheint. Um das Licht herum ist noch etwas das ich nicht wirklich erfassen kann.
Die Seitenwände (glatt) führen schräg nach oben wie in einem antiken Theater. Ich weiß, daß dort viele Wesen sind, die ich allerdings nicht sehen kann. Ich fühle nur ihre Anwesenheit. Mein Begleiter steht vor mir und lächelt mich an.
Nachtschwarzer Hintergrund.
Ein riesiges Auge direkt vor mir. Das gleiche Auge, das ich in einer vorherigen Meditation gesehen hatte. Es taucht auch immer wieder zwischen den anderen Bildern auf.
Ich sitze in einem Kristall und schwebe direkt auf das Auge zu.
Mein Begleiter. Klar und deutlich. In menschlicher Form.
Ein in Bewegung befindliches Mandala taucht vor mir auf. Blaue Linien. Die Linien zeichnen immer wieder das gleiche Mandala. Innen eine längliche Sechseckform. Ein Muster aus Parallellinien drum herum.
Danach wieder das Auge.
Nochmal mein Begleiter.
Immer mal wieder ein weißes Licht, das wie durch eine Nebelwand scheint.
Kleine Gestalten, die um einen Quader herumstehen.
Mein Begleiter sagt, ich solle zu ihm kommen und ich bestehe plötzlich aus zwei Körpern. Ich spüre sie beide gleichzeitig.
Ich sehe Licht und Schatten, Wellen sichtbar und spürbar, dann ein übergroßes Auge, die Iris fast so schwarz wie die Pupille, mit kleinen helleren Punkten.
Schemenhafte Gesichter. Eines tritt klar hervor. Es ist jemand, mit dem ich nicht gerechnet hatte – Onkel Heiner.
Er lächelt, spricht aber nicht.
Wieder Licht und Schatten. Wieder das Auge.
Eine Landkarte. Mir unbekannt. Was aber nichts zu heißen hat….
Ein Sonnensystem. Unserem sehr ähnlich aber irgend etwas ist anders.
Ein Planet mit Ringen fast wie Saturn. Aber er hat eine andere Struktur.
Schnee. Wie Sendeschluß im Fernsehen. Oder wie anfliegende Heuschreckenschwärme.
Ich sehe wieder das Auge. Es füllt mein ganzes Blickfeld aus.
Ich sitze in einer großen Kugel, die sich rechts herum dreht. Rings herum Bücher. Sehen alle gleich aus. Ich strecke die linke Hand aus und eins der Bücher kommt zu mir.
Ägypten. Ich bin eine Priesterin? Keine weiteren Erklärungen oder Besonderheiten. Nur diese Information.
Ich strecke die Hand nochmal aus, nachdem das Buch sich in Nichts aufgelöst hat. Ein weiteres Buch kommt zu mir. Ich bin eine Zofe. Weiß nicht von wem. Keine weiteren Erklärungen und Besonderheiten.
Ein drittes Buch. Ich sitze in einem Auto und sehe das Radio darin. Eindeutig fünfziger Jahre. Ende.
Das Auge ist wieder in meinem Blickfeld und verschwindet wieder.
Schwarz. Eine Gestalt taucht auf, blond. Mein Begleiter sagt, das sei er. Ich frage nach, denn ich hatte ihn mit rabenschwarzem Haar gesehen. Er sagt, ich wisse ja, daß er erscheinen könne wie er wolle.
Ein gelber Lichtpunkt wird zur Kugel und kommt eine Korona hinter sich herziehend auf mich zu. Weg. Schwarz. Weiß auf Schwarz sozusagen: mein Begleiter mit riesigen ausgebreiteten Flügeln. Ganz weiß, nur aus Licht bestehend. Flügel sehe ich zum ersten Mal an ihm.
Ein roter Lichtpunkt. Auch er wird zur Kugel und kommt mit einer Korona auf mich zu. Weg. Wieder schwarz. Wieder mein Begleiter wie eben beschrieben.
Dann ändert sich das Bild. Ich sehe ihn als eine Form aus hellblauen Lichtkonturen, ausgefüllt mit feinen Lichtfäden, auch hellblau. Diese Konturen und Fäden bilden eine ganz normale Körperform mit Gliedmaßen und Haaren……
Er sagt, das sei seine wirkliche Gestalt.
Ende.
dazugeklappert