… die herzblutleeren Plattitüden und das alte Kupfer, das von woanders geholt und als eigenes ausgegeben wird.
So viele hoffnungsvolle Anfänge die nach einer Weile in Belanglosigkeit, in Angst vor der eigenen Courage oder aber im Treibsand maßloser Selbstüberschätzung enden.
Weinen könnt ich… weinen… wenn’s nicht so dämlich wäre daß es schon wieder lustig ist.

Ich war noch keine zwanzig als ich behauptete die Menschheit degeneriere langsam.
Heute kann ich sagen: ich hatte nicht Recht.
Sie degeneriert schnell.

… der Rechner des kleinen #*+&%$, der seit 76 Stunden meinen Server mit Spam-Kommentaren (inzwischen über 7000) belagert würde sich mit einem lauten Knall und viel Rauch verabschieden. Irreparabel, versteht sich.
Ob ich mir doch mal ein Wunschbuch kaufe?
Bei mir ist’s ja egal daß das auch Maggi ist, ne…

Manchmal fragt man sich unweigerlich… worin liegt da der Sinn?
Glauben an das Gute im Menschen und in der Welt.
Daran glauben daß irgendwann alles ausgebügelt wird, daß alles gut wird.
Das eigene Herz zerrreissen und zerreissen lassen. Die Logik niederknebeln um sie zum schweigen zu bringen. Immer mit dem Gedanken alles hätte einen tieferen Sinn.

Was ist, wenn der Sinn eines Arschloches das deinem Kind zu nahe tritt nicht darin liegt dir ein entzücktes “OMMMM” zu entlocken? Was wenn eigentlich von dir naheliegendes erwartet wird, nämlich diesem wandelnden Unnutz ein paar Beißerchen zu entfernen und eventuell im gleichen Arbeitsgang auch das zu entfernen was er deinem Kind… zustecken wollte?

Was ist wenn ein dir ständig aufs Revers sabbernder Chef nicht dazu dient deine Duldsamkeit bis über die Grenzen auszureizen sondern dir ein “bis hierhin und nicht weiter” zu entlocken selbst wenn du weißt (oder gerade wenn du weißt) daß die Kündigung folgen wird?

Was ist wenn ständig deine Nerven, deinen Geldbeutel und dein Hirn quälende Verwandte nicht dazu da sind dich sanftmütig zu machen sondern einfach nur… um dir zu zeigen daß das Wort “nein” durchaus eine Daseinsberechtigung hat?

Was ist wenn du in aller Güte immer jedes noch so widerliche, dumme oder freche Fehlverhalten entschuldigst und irgendwann wenn du -sinnbildlich- vor Petrus stehst ganz großäugig angesehen wirst und die Frage hörst: “Ja warum in aller Welt haben Sie das alles denn zugelassen?”

Was antwortest du denn dann?

“Weil ich heilig sein wollte.” ????

*lach*

Wie gut daß bei mir eh jeder Heiligenschein mit einem lauten “Poff” verglühen würde. Brauch ich mir um so etwas wenigstens keinen Kopf zu machen.

Ach ja… falls du mich fragen willst wo denn da die Liebe bleibt…
Die Liebe ist da wo sie hingehört. Im Herzen. Auch in meinem, ganz genau.
Ich liebe das Leben. Durchaus auch ein paar Menschen. Nicht alle, zugegebenermaßen.
Aber ich liebe nicht… die Dummheit.
Verstehst du das?

Heftigster Zusammenprall verschiedener Welten auf kleinstem Raum…
Eine “Willkommen im Leben”-Feier, eine “schön daß du schon so lange lebst”-Feier und eine “ich weiß nichts mit meinem Leben anzufangen”-Feier innerhalb eines 500 Meter Radius.
Baby-Begrüßung am Fuß des Hügels, Geburtstagsfreude auf dem Hügel, jugendliches Komasaufen mitten dazwischen.
Ergebnis:
Ein 14 Jahre altes Mädchen mit Alkoholvergiftung, das gestorben wäre wenn nicht Eine aus unserer Runde zufällig etwas hätte aus dem Auto holen wollen wobei sie auf das dauer-erbrechende zusammengebrochene Mädchen aufmerksam wurde. Deren Freunde und Freundinnen sorgten sich dermaßen um mögliche Bestrafung daß sie nicht auf die Idee kamen einen Krankenwagen zu rufen.
Anmerkung von mir: wenn man solche Freunde hat braucht man keine Feinde.
Einer aus unserer Runde bemühte sich das Mädchen nicht ersticken zu lassen und wach zu halten bis der Krankenwagen endlich kam.

Eine Gesellschaft in der Jugendliche als einzige Perspektive das Koma sehen ist in meinen Augen kein Sozialstaat.

Als Familie kann man seine Kinder sicher nicht vor allem beschützen aber man sollte die Kommunikation mit den eigenen Kindern und wenn möglich auch mit deren Freunden so lebendig halten daß man Warnsignale erkennt. Egal welcher Art die Warnsignale und die zu erkennenden Gefahrensituationen sind. Leider gehört in viel zu vielen Familien zuhören, Vertrauen wecken und pflegen sowie ein gerüttelt Maß an Innigkeit nicht mehr zu anstrebenswertem Lebensinhalt.

Vorgestern abend dudelte mal wieder der Fernseher im Hintergrund während ich im Internet Bejeweled zockte. Mein Mann, der angeblich fernsehen wollte … schlief.
Irgendwann schaute ich doch mal Richtung TV, denn das was ich da hörte war irgendwie faszinierend. Löste Gedanken an mögliches Endzeit-Szenario aus.
Raab lief gerade. Ausschnitte aus einem Bäuerinnen-Casting.
Ich kann nur sagen… wenn jener Bauer die Frau heiratet, die das zum Abmessen einer Zutat angebotene Teil als Suppenlöffel identifizierte und diesen zu benutzen verweigerte weil da stand sie bräuchte einen Esslöffel voll… wenn desweiteren der Spruch stimmt daß die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben… wenn dieser Spruch auch auf deren Angetraute ausgeweitet werden kann…

… dann wird 2012 unsere Erde nicht explodieren sondern von einer gigantischen Kartoffel zerquetscht.

(Mindestens) ein Mal pro Jahr ist es soweit… ein deutlicher overload.
Gerade jetzt, beispielsweise.
Seit Wochen treffen am ganzen Körper Wellen auf mich als ob ich in der Brandung stünde. Das Summen, das nach einem mich umkreisenden Insektenschwarm klingt ist wieder überdeutlich. Die Gedanken schäumen wie eine geschüttelte Flasche Sekt. Diese hat den Vorteil daß sie den Überdruck los wird sobald der Korken knallt. Einen Korken suche ich bisher an mir selbst leider vergeblich. Sobald ich einen finde wird es wohl mächtig knallen *grunz*.

Es ist doch immer das Gleiche. Kaum stehe ich unter der Dusche und seife mich ein… Wie? Ja, richtige Seife. Vorzugsweise mit (und/oder) Patchouli, Kardamom, Gewürznelken, Thymian, Lavendel. Duschgel geht nicht. Das mit Cremeanteil verursacht Ausschlag und ohne Creme dabei trockne ich aus wie eine Hutzelpflaume ;O)
Wie dem auch sei… immer beim einseifen schäumen die Gedanken über.

Ein (wie ich finde nicht sehr kluger) Mensch sagte einmal im Glauben habe Leidenschaft nichts zu suchen. Das ist allein schon nicht besonders klug weil seine Partnerin eine Tantra Schule leitet (oder leitete, ich weiß es nicht). Auch ohne diesen Umstand finde ich die Aussage nicht besonders gescheit. Ohne Leidenschaft lullert der Glaube nur so vor sich hin (egal welcher Glaube das ist) und wird immer nur halbseidene Erfahrungen mit sich bringen. Ein gerüttelt Maß an Leidenschaft spornt einerseits an und andererseits bringt es eine gewisse Vehemenz mit sich, die keine Rückwärtsschritte und kein klein beigeben zulässt. Ohne Leidenschaft fehlt der Antriebsmechanismus, der einen Menschen dazu bringt seinen Glauben nicht nur zu haben sondern ihn auch auszuüben.
Wenn ich alles richtig interpretiere habe ich wohl Gott gefunden – wenn auch in anderer Form als ich das erwartet hätte.
Trotz flammender Leidenschaft oder gerade durch diese bedingt?
Wer weiß…
Ohne mein Feuer hätte ich weder gesucht noch gefunden – das zumindest steht fest.

Wenn man sich mal das Alte Testament genauer vornimmt – bitte gerne eine andere Version als die deutsche Einheitsübersetzung, vorzugsweise in einer Fremdsprache, denn seltsamerweise steht da mehr drin als bei uns… beispielsweise in der französischen Version und vor allem in der äthiopischen Bibel – dann liest man darin über die Leidenschaften Gottes und seiner Anhänger, über Eifersucht, Zorn und andere vehemente Gefühlswallungen.
Was also soll der ganze Knorz von wegen leidenschaftlos hat der Glaube zu sein? Dazu schüttle ich heftig mein belocktes Köpfchen und sage “nein, danke”.

Dazu gleich noch diverses, wenn ich das eh schon ausgegraben habe. In einer nichteinheitlichen Bibel heißt es Gott hätte gesagt er sei ein eifersüchtiger Gott. Nein, ich möchte jetzt nicht über Gottes Gefühle hin- und herleiern. Ich will auf etwas anderes hinaus.
Wieso sagt er das (wenn er es denn gesagt hat)?
Er ist ein eifersüchtiger Gott. Er duldet keine Rivalen. Das impliziert doch daß da noch andere sind. Ob das nun verschiedene Formen eines Einzigen sind oder tatsächlich mehrere verschiedene ist recht uninteressant. Allein der Gedanke daß durchaus eine Streuung möglich ist (oder Tatsache ist)…

Und zum Schluß noch etwas über die Streichungen und sonstigen bedarfsweise ausgeübten Bibel-Kastrationen.
Wo sind denn bitte die ganzen Texte geblieben?
Warum wurde so vieles herausgenommen?
Wo sind die ganzen Engel-Texte geblieben (bis auf ein paar magere Textchen)?
Kanonisierung, ja klar. Mit Kanonen Löcher in das Buch schießen, ne?

Ich sehe aus wie ein Streuselkuchen O.O
Und das ist noch nicht einmal eine Übertreibung.
Wenn das nun heißt ich werde wieder jünger ist das ja ok… hätte nichts dagegen wenn diese fiese “Nasolabial-Falte” (wie die Schrunzel neben den Mundwinkeln vornehm heißt) verschwinden würde.
Vielleicht ist es ja auch eine Allergie? Keine Ahnung. Seit einer Woche seh ich aus wie … eben ein Streuselkuchen.
MÄH!!

Zu 70-80% bin ich eher mild plätschernd. Die restlichen 20-30% können allerdings ausarten in… eine Naturkatastrophe.

Sicher, sicher. Manchmal schlage ich über die Stränge.
Ich war früher im Zorn oft einfach nur beleidigend ohne daß das Ganze Hand und Fuß gehabt hätte. Das hat sich gelegt (ich erinnere an letztes Jahr, die Arie…). Der Zorn ist insgesamt irgendwie anders als früher. Er meldet sich nicht mehr wegen Kleinigkeiten zu Wort. Er macht sich eigentlich nur bemerkbar wenn es “um die Wurst geht” oder aber wenn er, der Zorn, nötig ist um das Ende eines Lebensabschnittes einzuläuten (was ja gewissermassen auch ein “um die Wurst gehen” ist).

Einem ständig auf die Nerven gehenden, verletzenden, beleidigenden, erniedrigenden Menschen (jeweils und/oder) -egal ob er absichtlich oder unabsichtlich handelt- kann man nicht “im Guten” sagen was Sache ist. Argumente ziehen da schon garnicht.
Wenn dieser Mensch in Absicht handelt ist gutes Zureden Wasser auf seiner Mühle denn er merkt daß er einen Nerv getroffen hat und fühlt sich… angespornt.
Wenn dieser Mensch unabsichtlich handelt wird er auf gutes Zureden höchtens mit einem “das bildest du dir nur ein” reagieren und dich als Spinner/in abtun (und dementsprechend noch beleidigender über dich reden).

Wenn so ein Nervbolzen mal wieder in voller Aktion ist, spüre in dich hinein. Spürst du nicht das leichte Kribbeln am Bauchnabel? Die pochende Ader am Hals oder an der Stirn? Vielleicht gar leichte Übelkeit oder Herzrasen? Stechen in der Brust?
Liebes, der Zorn klopft gerade an deine Tür. Bitte ihn doch herein. Laß ihn sich entfalten und dann… laß ihn raus mit einem einzigen Satz. Dieser Satz sollte das beinhalten was du diesem Menschen tatsächlich sagen willst. Die Palette der Möglichkeiten reicht dabei von gescheiten und abgeklärten, vielleicht sogar spirituell wertvollen Sätzen (ok, ok… *Sarkasmusmode off*) über witzig dahingeplätschertes (was die Menschen zwar im ersten Moment verwundert verstummen lässt aber leider nicht immer die erwünschte Wirkung zeigt, weil es tatsächlich gern für einen Witz gehalten wird) bis zu einem banalen aber extrem wirkungsvollen “Ich will dich (bei Bedarf hier “arrogantes” oder anderes Adjektiv einfügen) A******** nicht wiedersehen.”
Oder aber… ein wenig stilvoller aber eigentlich mit der gleichen Bedeutung: “Geh dahin wo der Pfeffer wächst.”

Wieso in aller Welt sollte man sich solchen Menschen gegenüber wenn man ihnen endlich den Huf in den Rücken rammt denn auch noch rechtfertigen? Begreifen würden sie es doch sowieso nicht.
Sich gar schuldig fühlen? Ja, sag mal… fühlst du dich denn schuldig wenn du Hustenbazillen tötest damit du besser Luft bekommst??
Weg mit Schaden und gut ist. Und mit der Zeit wird es immer besser.

Wenn ich meinen Zorn -wie es immer von mir erwartet wurde- im Zaum gehalten hätte, wären wahrscheinlich ein paar Streits nicht entstanden oder weniger heftig abgelaufen.
Auf der anderen Seite… hätte mein Zorn mich nicht in eine blindwütige Furie verwandelt… hätte ich manches nicht verhindern können was verhindert werden mußte.
((Auf Bitte editiert))

Vorhin stolperte ich mal wieder über ein Thema das mir auch schon öfter neben der Tastatur lag. Nun nehme ich es mal auf und hämmere es in dieselbige.

Nicht immer ist “aufhören wenn es weh tut” die zu wählende Option. Mancher Schmerz lässt sich nicht vermeiden.
Geburtsschmerz beispielsweise. Im realen wie übertragenen Sinn… da bin ich ganz flexibel…
Wenn Mensch versucht seinen ihm zustehenden Platz in dieser Welt wohnlich und selbst-angepasst einzurichten finden sich im allgemeinen gleich mehrere Mitmenschen ein, die meinen an der liebevoll gewählten Lebens-Platz-Einrichtung herummäkeln zu müssen. Und damit meine ich nicht diejenigen, die nur ab und zu mal ein wenig quengelig sind (denn das sind wir von Zeit zu Zeit ja schließlich alle). Damit meine ich speziell die bei denen das Mäkeln Dauerzustand ist weil sie einfach aus diversen Gründen nicht anders können.
Da sind beispielsweise die Kritischen, die unerwünschterweise kundtun wie minderbemittelt Mensch doch ist im Bemühen um innere Freiheit und Frieden. Die, für die jede Form spirituellen Strebens nur Pillepalle ist weil ihnen der Spatz in der Hand lieber ist als die Taube auf dem Dach. Diesen gehören Nasslappen-Schläge in den Nacken wobei dringend auf ausreichende Menge zu achten ist. Nicht jeder ist bereit den Spatzen-Kompromiss einzugehen. Mancher strebt nach der Taube. Wenn es sein muß lebenslang oder gar mehrere Leben lang. Was stört es dich? Kannst ja deinen Spatzen nehmen…
Auch die sich-vernachlässigt-Fühler sind immer wieder anzutreffen. Wie kann man sich aber auch nur um spirituelle Belange kümmern wo wir doch schließlich in der menschlich-materiellen Material-Welt leben. Denen gehört ein riesiges OM (oder wahlweise “omg”) auf den (meist behaarten) Bauch tätowiert. Und ein Mund-verschliessendes Extrem-Piercing. Es ist nichts dagegen einzuwenden dem Partner die Füsse zu massieren oder Freunden den Bauch zu pinseln. Aber als ausschließlicher Lebensinhalt ist das doch etwas… dürftig.
Selbstverständlich treten auch immer Über-Heilige oder Über-Hexen auf den Plan um aufzuzeigen daß man doch (angeblich) alles falsch macht – mit Angabe der “richtigen” Vorgehensweise. Natürlich bekommt man auf seine im Freudenfeuer knusprig gegrillte Ich-Wurst deren Senf… im Versuch den Geschmack zu verderben. Man sollte diese Versuche mit gekonnt fein gerührtem So-bin-ich-aber-Wasabi der Klasse “extrascharf” kontern und zur geschmacklichen Verfeinerung ein gegrilltes “schick dich” dazu reichen. Wird besonders gern genommen mit einem Dessert aus fein püriertem “und-trotzdem-klappt-es” an “obwohl-ich-es-falsch-mache”-Sößchen.
Am liebsten sind mir die, die einem die Wurzeln austrocknen und den Kopf in Erdnähe drücken wollen weil sie befürchten man könnte deren eigene Unzulänglichkeit offenbaren indem man eigene Erfolge vorweist. Bei denen die Angst man könnte ihnen das Wasser abgraben den Antrieb gibt. Bei dieser Spezies hilft nur plumpes Versprühen von Insektiziden in Form von “dann-küss-mir-doch-den-Hinterhuf”. Alles weitere wäre pure Verschwendung von Zeit und Energie.
Meine Güte…
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