Manchmal fragt man sich unweigerlich… worin liegt da der Sinn?
Glauben an das Gute im Menschen und in der Welt.
Daran glauben daß irgendwann alles ausgebügelt wird, daß alles gut wird.
Das eigene Herz zerrreissen und zerreissen lassen. Die Logik niederknebeln um sie zum schweigen zu bringen. Immer mit dem Gedanken alles hätte einen tieferen Sinn.

Was ist, wenn der Sinn eines Arschloches das deinem Kind zu nahe tritt nicht darin liegt dir ein entzücktes “OMMMM” zu entlocken? Was wenn eigentlich von dir naheliegendes erwartet wird, nämlich diesem wandelnden Unnutz ein paar Beißerchen zu entfernen und eventuell im gleichen Arbeitsgang auch das zu entfernen was er deinem Kind… zustecken wollte?

Was ist wenn ein dir ständig aufs Revers sabbernder Chef nicht dazu dient deine Duldsamkeit bis über die Grenzen auszureizen sondern dir ein “bis hierhin und nicht weiter” zu entlocken selbst wenn du weißt (oder gerade wenn du weißt) daß die Kündigung folgen wird?

Was ist wenn ständig deine Nerven, deinen Geldbeutel und dein Hirn quälende Verwandte nicht dazu da sind dich sanftmütig zu machen sondern einfach nur… um dir zu zeigen daß das Wort “nein” durchaus eine Daseinsberechtigung hat?

Was ist wenn du in aller Güte immer jedes noch so widerliche, dumme oder freche Fehlverhalten entschuldigst und irgendwann wenn du -sinnbildlich- vor Petrus stehst ganz großäugig angesehen wirst und die Frage hörst: “Ja warum in aller Welt haben Sie das alles denn zugelassen?”

Was antwortest du denn dann?

“Weil ich heilig sein wollte.” ????

*lach*

Wie gut daß bei mir eh jeder Heiligenschein mit einem lauten “Poff” verglühen würde. Brauch ich mir um so etwas wenigstens keinen Kopf zu machen.

Ach ja… falls du mich fragen willst wo denn da die Liebe bleibt…
Die Liebe ist da wo sie hingehört. Im Herzen. Auch in meinem, ganz genau.
Ich liebe das Leben. Durchaus auch ein paar Menschen. Nicht alle, zugegebenermaßen.
Aber ich liebe nicht… die Dummheit.
Verstehst du das?

3 Antworten bis “Sinn oder Un-Sinn”

  1. Nur zu gut, liebe Betiina!
    So ein Arschloch hatte ich erst vor kurzem, direkt vor meiner Haustür,…den nachts…….und einen Chef dieser Art auch, früher, als ich noch arbeitete.
    Das Arschloch krieg noch seine Strafe. Da bin ich mir sicher und dem Chef, habe ich, als es gar nicht mehr ging, eine Grenze gesetzt. Ein paar mal hat er noch verusucht sie zu übertreten,…..aber dann….nicht mehr.
    Ich bin auch immer viel zu weich und nachgiebig, aber lerne auch gerade etwas egoistischer und vor allem bestimmter zu sein und dies durchaus ohne schlechtes Gewissen durch zu sezten. Auch das will gelernt sein…..
    Liebe Grüße
    Grey Owl

  2. Liebe Grey Owl, ja ich weiß… das mit der Haustür. Schlimme Sache, wirklich – ich hatte es gelesen bei dir.
    Gesunder Egoismus will wohl gelernt sein wenn er einem nicht in die Wiege gelegt wurde sonst sieht es immer nur nach Rumgezicke und Rechthaberei aus. Ich bin noch lange nicht ausgelernt… leider. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf daß ich irgendwann den richtigen Dreh rausbekomme ;O)
    Liebe Grüsse auch dir!

  3. rosmarin sagt:

    mensch, liebe frau baldrian….. das haben sie wieder so was von auf den punkt gebracht. die verwechslung von freundlichkeit mit dummheit scheint immer und immer wieder eine herausforderung für die umwelt darzustellen.
    reizbar sein und provozierbar zu sein, hat durchaus einen großen wert. und dann darf sich der rest ja auch gerne wundern.
    und good luck fürs zahnfleischgeschnippel!

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